Furilabs FLH1 - Convergence Hub
Furi Labs startet aktuell den Vorverkauf für seinen
Convergence Hub FLH1. Der Hub scheint
eine ideale Lösung zu sein, um das FuriPhone auch als Desktop-System nutzen zu
können. Ich habe den Hub selbst noch nicht getestet, daher basieren alle
folgenden Informationen ausschließlich auf den Angaben von Furi Labs.
Die Idee der Convergence (Konvergenz) wurde bereits beim Projekt Librem 5 umgesetzt, allerdings war die Smartphone-Hardware damit sichtbar überfordert. Das FLX1(s) bietet eine deutlich höhere Leistung – hier könnte Convergence grundsätzlich mehr Potenzial entfalten, oder? Smartphone per Hub an einen Monitor anschließen, Tastatur und Maus per Bluetooth oder Kabel verbinden, und fertig ist der Desktop aus der Hosentasche.
Hardware und Anschlüsse
Im Hub ist ein DisplayLink DP-6950-Chip verbaut, der einige Funktionen bereitstellt und das Smartphone in diesem Modus entlastet. Insgesamt verfügt der Hub über neun Anschlüsse. Zwei der vorhandenen USB-C-Ports werden für ein zusätzliches Netzteil und für das Smartphone benötigt.
Die Anschlüsse im Überblick:
- 1× USB-A
- 4× USB-C (1× PD, 1× Smartphone)
- 2× HDMI für einen Monitoranschluss (1× Mini, 1× Full)
- 1× RJ45
- 1× 3,5-mm-Klinke
Monitore
Furi Labs hat das FLH1 bislang nur mit einer 1080p-HD-Auflösung für angeschlossene Monitore angekündigt. Der verbaute Chip kann allerdings zwei 4K-Monitore ansteuern, sodass perspektivisch auch höhere Auflösungen möglich sein könnten – bei diesem Thema ist Furi Labs aktuell noch recht vage.
Was mir bisher nicht gefällt
Grundsätzlich finde ich, dass Convergence-Lösungen direkt in Smartphones integriert sein sollten – einen einfachen USB-C-Hub hat man in der Regel ohnehin zur Hand. Den FLH1 muss ich immer mit mir herumtragen oder mehrfach kaufen, um zuverlässig an mein Desktop-System zu kommen. Zwar kann sich der Hub auch über das Smartphone mit Strom versorgen, dann hält der Akku aber wohl nur noch rund eine Stunde. Ein tragbares USB-C-Netzteil ist also ebenfalls notwendig.
Die 1080p-Auflösung ist für mich seit etwa 12 Jahren kein Thema mehr; eine 2K-Unterstützung würde zumindestens für mich deutlich mehr Sinn ergeben.
Was mir gefällt
Die aktuelle Lösung ist trotz meiner oben genannten Kritikpunkte sehr interessant. Durch den Hub ergeben sich deutlich mehr Möglichkeiten, und die Grenze zwischen Smartphone und Desktop verschwimmt weiter. Die Performance des FLX1(s) ist für ein Linux-Smartphone bereits jetzt beeindruckend, und wenn der Hub die Convergence so unterstützt, dass das Smartphone seine Leistung behält, kann das richtig Spaß machen.
Mobile-App-Designs stoßen bei komplexeren Anwendungen schnell an ihre Grenzen – hier kann Convergence einen echten Schritt nach vorne bedeuten. Für den einen oder anderen Entwickler ist es sicherlich auch ein Traum, Anwendungen direkt auf dem Smartphone entwickeln zu können.
Vorläufiges Fazit
Ich werde mir den Convergence Hub mit Sicherheit bestellen, um ein Gefühl dafür zu bekommen, wie sich ein aktuelles Linux-Smartphone als Desktop nutzen lässt. Aktuell ist das FLX1(s) in Kombination mit dem FLH1 die interessanteste Lösung, die ich auf dem Markt gefunden habe. Lösungen mit Linux in Android oder Windows halte ich für absurd – das wirkt eher wie ein hilfloser Versuch der Konzerne, dem Trend hin zu Linux entgegenzuwirken.